Das Stromgebeit des Rhein ist mit einigen Schiffahrtskanälen mit anderen europäischen Flüssen und Wasserstraßen verbunden. Über diese Wasserstraßen wandern Wassertiere aktiv oder werden passiv in Kühl- oder Ballastwassertanks von Frachtschiffen verschleppt. Im Bereich des des oberen Rheins konnten mehrere Krustentiere stabile Bestände bilden.

An den auffallenden roten Farbzellen im transparenten Körper ist Hemimysis anomala, einer aus Osteuropa stammenden Art, schon recht sicher ohne mikroskopische Untersuchung einzuordnen.

Die Schwebegarnele Hemimysis anomala findet sich tagsüber versteckt zwischen Steinen oder in Aushöhlungen der Uferböschung. Nachts kommen die Tiere aus den Verstecken hervor und bilden Schwärme im Freiwasser.

Eine andere osteuropäische Mysiden Art, Limnomysis benedeni lebt mehr bodengebunden als die zumindest nachts pelagische H. anomala.

Im Bereich der Uferböschung und der Blockverbauungen leben die ursprünglich amerikansichen Flusskrebse Orconectes immunis die vor einigen Jahren möglicherweise unbedacht ausgesetzt wurden. An manchen Stellen konnte diese Art bereits so dichte Populationen aufbauen, dass sie an diesen Stellen lebenden Kamberkrebse Orconectes limosus verdrängt haben.